Kurzbiografie

Kunsu Shim ist Komponist und Performance-Künstler. In seiner Klangsprache verschmelzen Ideen von Gegensätzlichkeiten wie Chaos und Ordnung, Zufall und Kausalität, Schreiten und Verweilen, Fortlaufen und Unterbrechung, Glattes und Raues, Ich und Du (WIR). Shim versteht seine Arbeit als eine Kontemplation der Äußerlichkeit, also ohne Mystik. Seine Performances in der Tradition des Fluxus streben danach, die Sichtbarkeit der Dinge zu zerstören und sie damit unfassbar zu machen.Prägend ist seit Beginn der 1990er Jahre auch die Zusammenarbeit mit dem deutschen Komponisten Gerhard Stäbler, die vom originären Konzept der PerformanceMusik bis hin zu gemeinsamen Kompositionen reicht. Von 2000 bis 2010 und seit der Wiedereröffnung im Herbst 2015 leiten Shim und Stäbler den EarPort im Duisburger Innenhafen als Ort für experimentelle Musik und Begegnung zwischen den Künsten. Von dort führen ihn ausgedehnte Gastspielreisen gemeinsam mit seinem Partner Gerhard Stäbler als Komponist, Lehrer und Performancekünstler regelmäßig nach Korea, Japan, Norwegen, Portugal, Großbritannien sowie in die USA und nach Südamerika . 2017 war er als Gastprofessor an der Universität der Kunst (EUM), Montevideo Uruguay eingeladen.

Zu den bedeutenden Kompositionsaufträgen der letzten Jahre zählen AFTER A HUNDRED YEARS für Sopran und Orchester (Auftrag der Essener Philharmonie, 2011), das Orchesterwerk AND HERE AGAIN – eine Perlenlandschaft (Auftrag der Würzburger Philharmoniker und der Kunststiftung NRW, 2014), WOLKEN.BLINDENSCHRIFT für Sopran, Vokalensemble und Orchester (Auftrag der Diözese Würzburg für den Kiliansdom zu Würzburg, 2016) sowie DAS FEINE, DAS FLÜCHTIGE (Auftrag des norwegischen Ensembles Bit20, 2017).

2018 führten gemeinsame Gastspiele Kunsu Shim und Gerhard Stäbler nach Korea (Konzerte, Workshops und das multimediale Projekt TRIALOG mit dem Künstler Kyungwoo Chun), Norwegen (Grieg Academy Bergen), London (City University), Trier (OPENING 18), zum MusikTheaterLabor der Bruckner Privatuniversität Linz/Österreich und in zahlreiche Städte der Rhein-Ruhr-Region (u.a. die PerformanceKonzertreihe GENERATIONEN sowie GERISSENE DÄMPFE bei der Musik Biennale Niederrhein). Im März/April 2018 unternahmen Shim und Stäbler mit Unterstützung des Goethe Instituts eine USA-Tournee mit Residences an der University of North Texas (Denton) und der Ragdale Foundation sowie PerformanceKonzerten und Lectures in Chicago (u.a. Chicago University und Northwestern University). Dort schrieb Kunsu Shim im Auftrag der Kunststiftung NRW das dreiteilige Ensemblewerk für freie Besetzung „leise, frei“, das 2018 in Düsseldorf, Duisburg, Essen und Köln aufgeführt wurde. Gleichzeitig erschien mit „leise, frei. der komponist kunsu shim“ die erste umfassende Publikation über den Komponisten.

 

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