Kurzbiografie

Kunsu Shim (*1958) ist Komponist und Performance-Künstler. Bedeutende Kompositionsaufträge umfassen AFTER A HUNDRED YEARS für Sopran und Orchester (Essener Philharmonie), das Orchesterwerk AND HERE AGAIN – EINE PERLENLANDSCHAFT (Würzburger Philharmoniker und Kunststiftung NRW) oder DAS FEINE, DAS FLÜCHTIGE (Ensembles Bit20, Norwegen). Im Auftrag der Kunststiftung NRW entstanden u.a. die Ensemblewerke leise, frei und KLEINES, FERNES, das Streichquartett luft.inneres sowie zum Jubiläumsjahr Beethoven2020 das Orchesterwerk VON HIER FORT? – Ein Intermezzo zu Beethovens Sinfonie Nr. 7 und die Performance mit Beethoven-Sinfonien für mehrere Plattenspieler … ÖFFNETE PLÖTZLICH DIE AUGEN. Seit Das Andere, Inneres für Klavier(e) mit Tastenspieler und Saitenspieler von 2019 entwickelt Shim grundlegend neue Möglichkeiten der Klavierkomposition. Mit den 2025 entstandenen Neukompositionen QUASI NIENTE für Streichquartett, DAS UNSTILLBARE I–III für Streicher, WENN EIN GLÜCKLICHES FÄLLT für Cello solo sowie einem neuen Werk für Viola solo setzt Kunsu Shim einen starken Akzent im Programm des EarPort 2026.

Darüber hinaus erhält Kunsu Shims Wirken als Foto- und Installationskünstler zunehmend Anerkennung durch Einzelausstellungen u.a. in Kassel (2021), im Kunstverein Trier (2024, ergänzt durch ein Portraitkonzert in der Hochschule Trier) sowie beim Ausstellungsprojekt IM KINOSAAL der Kunsthalle Düsseldorf im Frühjahr 2025.

Prägend ist seit Beginn der 1990er Jahre die Zusammenarbeit mit dem deutschen Komponisten Gerhard Stäbler, die vom originären Konzept der PerformanceMusik bis hin zu gemeinsamen Kompositionen reicht. Von 2000 bis 2010 etablierten Shim und Stäbler den EarPort im Duisburger Innenhafen als Ort für experimentelle Musik und Begegnung zwischen den Künsten. Seit der Wiedereröffnung 2015 realisieren sie dort zahlreiche Konzepte in nachhaltiger Kooperation mit Partnern aus der Region wie Kunsthalle Düsseldorf, K20 Düsseldorf (Kunstsammlung NRW), DIE GROSSE Kunstausstellung NRW (Kunstpalast Düsseldorf), NRW-Forum Düsseldorf, Tonhalle Düsseldorf, Schloss Benrath, Muziek Biennale Niederrhein, Schlosstheater Moers, Essener Forum für Kunst und Architektur, Philharmonie Essen, Musikbibliothek Essen, aber auch nationalen und internationalen Partnern wie Diözese Würzburg, OPENING Festival Trier, Bergen Festival, Borealis Festival, LONDON EAR Festival, MusikTheaterLabor der Bruckner Privatuniversität Linz, Creative Performance Lab des Conservatorium van Amsterdam u.v.a.

Regelmäßige Gastspielreisen führen Shim und Stäbler nach Japan, Korea, Norwegen, Portugal, Großbritannien sowie in die Niederlande, die Türkei und die USA. Aus dem Aufenthalt als Artists-in-Residence an der Künstlerresidenz GALATA der Kunststiftung NRW in Istanbul 2022/23 haben sich enge künstlerische Beziehungen zum Museum ARTER, zu mehreren Istanbuler Universitäten und zum renommierten HEZARFEN Ensemble entwickelt. Kontinuierliche Arbeitsbeziehungen verbinden Shim und Stäbler zudem mit dem Ensemble Grupo de Música Contemporânea de Lisboa – und mit dem koreanischen Videokünstler Kyungwoo Chun im gemeinsamen Projekt TRIALOG.

2025 wurde der Vorlass von Stäbler und Shim – mit Kompositionen und einer umfangreichen Sammlung von Dokumenten – dem Rheinischen Musikarchiv unter der Ägide des Heinrich-Heine-Instituts Düsseldorf angegliedert.

2026 waren Stäbler und Shim erneut beim Klangkunstfestival OPENING Trier mit Uraufführungen vertreten und erarbeiteten mit dem Dresdener Ensemble AuditivVokal ein mehrteiliges WandelKonzert in Kooperation mit Kunsthalle und Malkasten Düsseldorf. Die beiden Komponisten setzen im Herbst 2026 ihre Zusammenarbeit mit dem HEZARFEN Ensemble sowie türkischen Komponisten in Duisburg und Istanbul (ARTER Museum, MIAM/Technische Universität und dem Konservatorium der Bahçeşehir Universität) fort.

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